Bücher Oktober 2014

Der 1. November 2014 – ich sitze im T-Shirt auf dem Balkon. Global warming – yay.

Im Oktober gab es Einiges:

Manna Francis – The Administration
– Quis Custodiet #5
– First Against the Wall #6
– For Certain Values of Family #7

Auch, wenn nicht alle Geschichten gleich gut sind: Meine Begeisterung hat sich gehalten. Techno noir Thriller, politische Dystopie, kinky gay porn und ein kleines bissches Seifenoper – vor allem aber die Geschichte einer dysfunktionalen Beziehung; eine Liebesgeschichte, mehr als alles andere. Näher an meine literarische Komfortzone kann ein Buch kaum herankommen. Die Serie als gesamtes ist (bis jetzt) mein definitives Jahreshighlight.

M. Caspian: Kraken

Man bekommt, was die Kurzbeschreibung verspricht: Eine Gothic Horror Story mit Tentakel-Porn. Eine männliche Scream-Queen als Hauptdarsteller, ein enigmatischer, soziopathischer Tintenfisch-Shifter und die sehr merkwürdigen Bewohner einer sehr merkwürdigen Insel – das ergibt ausgezeichnete Unterhaltung, wenn mir der Stil auch manchmal etwas zu detailversessen war.

M. Caspian: The Arroyo

Ein weiteres Highlight: Eine kleine, verstörende Novelle, die Sklaverei in keinster Weise romantisiert, wie das sonst so häufig in diesem Genre der Fall ist. Ausgezeichnet geschrieben noch dazu.

“Why books?”
Trace took a long time to answer. “Because they’re reliable. They don’t chance from moment to moment. They can’t deny what they say the next day. An they can take you anywhere. They can even take me away from this goddam hellhole” […]
“Why take the risk that they’ll find them, then?”
“I think I’m hoping they will.”

RemainNameless: No Homo

Wie auch immer ich auf Teen Wolf Slash Fiction gekommen bin – das war süß und lustig. Und süß. Und lustig. Und dann noch mehr süß.

Jay Kirkpatrick: Freedom

Ohje. Die erste Hälfte dieser dystopischen Zukunftsversion gehört zu den stärksten Texten, die ich dieses Jahr gelesen habe. Ein Mann scheinbar ohne Erinnerung, kaum fähig zu kommunizieren, unter Drogen gesetzt, wütend, verloren. Ein Empath, der ihm aus diesem Zustand heraushelfen soll – und dabei mehr über sich und seine sicher geglaubte Welt erfährt, als er sich vorstellen konnte: Das alles ist unsagbar gut und mitreißend geschrieben. Im zweiten Teil verliert sich die Geschichte leider in einem unfokussierten Mischmasch verschiedener Perspektiven und versucht sich an Action, was weniger gelingt. Dennoch lesenswert.

Patrick stared at the white toilet on the white floor against the white wall in his tiny white bathroom an listened to the sounds of illusions shattering.

Abgebrochen

– Kaje Harper: Laser Visions – zu beliebig.
– Lisa Henry: Falling Away – zu emo.
– K.J. Charles: A Case of Possession (A Charme of Magpies #2) – zu langweilig.

Die Kurzgeschichten:

– Lisa Henry: The Dreams You Made in the Dirt – nicht mein Fall
– D. Romero: El Presidio Rides North – Zombie-Apokalypse, yay. Verdient einen Platz in meinen Herzen allein für den Ausdruck „apokalypse bitch“.
– Sam Schooler: The Practical Guide in Trying Not to Die – zu kurz.
– Kallysten: A.S.H.E.R – AIs in love. ’nough said.
– Cari Z.: You Get Full Credit For Being Alive – nette Zwischendurchlektüre.
– Lisa Henry: The Last Rebellion – Interessanter Ansatz, aber wieder nicht mein Fall.
– Angel Martinez: Prisoner 374215 – An dieser Geschichte ist überhaupt nichts falsch. Sie hat mich aber auch nicht mitreißen können.

 

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