Bücher Juli 2014

In einem bisherigen Scheiß-Jahr, dem Schlimmsten seit langem, gibt es wenigstens gute Geschichten. Ich führe für den zurückliegenden Monat nur einmal die Bücher auf und lasse alle Novellas, Free-Reads und Fanfiction links liegen.

1. S.K. Hart: The Disassembled Life of Duncan Cole
(okay, das war zu dem Zeitpunkt für lau, aber wir wollen mal nicht kleinlich werden, ja?) Vielleicht DIE positive Überraschung des Jahres. Steampunk-Fantasy-Erotica mit liebevoll gestalteten Charakteren, geschrieben mit ansteckender Begeisterung. Angesichts dieser Fülle von überraschenden Ideen und einer Menge Herzblut sind einige kleine Fehler auch schon egal. Hat von vorne bis hinten – trotz des gerade zu Anfang eher ernsten Themas – einfach Spaß gemacht. Schade, dass das kaum jemand würdigen wird, da: Steampunk-Fantasy-Erotica. Für beschränkte Geister ist das ja gleichbedeutend mit flacher, unnützer Literatur.

Leider folgte darauf ein Buch-Hangover, wie ich ihn seit mindestens 12 Jahren nicht mehr hatte. Hugh Howeys Silo (Wool- Omnibus Edition), ebenfalls mit sehr viel Herzblut und großem Ideenreichtum geschrieben, habe ich daher nach den ersten beiden Teilen erst mal zur Seite gelegt. Es ist gut, aber: nicht jetzt.

Eingeschoben:
2. S.K. Hart: The Cat & The Crow
Nett, unterhaltsam, sexy. Mehr wollte ich auch nicht.

3. Samuel R. Delany: Stars in My Pokets Like Grains of Sand
Einer der vielleicht besten Beweise dafür, was gute Science Fiction leisten kann – und dafür, dass SciFi Autoren viel früher viel mehr gewagt haben, als Belletristik-Autoren sich jemals trauen werden: eine linguistische Spielerei, eine Auseinandersetzung mit Genderrollen und Geschlechteridentität (und Politik und Religion und jedem Thema, das es gibt…) und darüber hinaus eine interessante Geschichte. Hätte ich das Buch 10 Jahre früher gelesen, hätte es mein BUCH DES LEBENS werden können. So geht dieser Titel immer noch an Jeff Noons VURT (das ich mit etwa 16 gelesen habe, dann noch mehrere Male zwischen 17 und 25) – manchmal ist halt alles eine Frage des richtigen Zeitpunks.
Ausführliche Rezension folgt.

 

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