Serien 2013

Das Kino weiß kaum noch neue oder zumindest interessante Geschichten zu erzählen – etwas anders sieht es bei den Serien aus. Daher ein kleiner Rückblick auf mein Serienjahr 2013, in meiner chronologischen Reihenfolge. Und ja, ich gucke einige Serien tatsächlich noch im Fernsehen – oder auf deren Online-Ablegern.

Game of Thrones 3
Komplexe, interessante Charaktere, komplexe Handlung, weitestgehender Verzicht auf Schwarz-Weiß-Zeichnungen – GoT gelingt viel Großes, was natürlich vor allem der grandiosen Vorlage zu verdanken ist. Die Clous der Story waren mir als Leser der Bücher bekannt, dennoch weiß die Umsetzung zu überwältigen. Die Schauspieler sind allesamt überzeugend (und NCW löst langsam Ewan McGregor auf meiner persönlichen Hitliste ab).

Homeland
Ich hatte mir so viel von dieser Serie versprochen, vielleicht ein wenig zu viel. Ja, Homeland ist gut, entwickelte sich dann aber langsam in eine Richtung, die mir 1. zu schnulzig und 2. zu hysterisch war. Um schließlich mit einem Paukenschlag zu enden. Natürlich werde ich auch die nächste Staffel sehen – und mich bei jeder neuen Folge fragen, warum eigentlich.

Borgen – Gefährliche Seilschaften
Mein persönliches Serien-Highlight dieses Jahr, eine Mischung aus Polit-Geschichte und Seifenoper, vermutlich nicht immer ganz realistisch (oder sind dämische Politiker wirklich so viel attraktiver als ihre deutschen Pendants?), aber realistisch genug, mit sympathischen Figuren, spannend, ohne übermäßig viel Drama, einfach gutes Fernsehen.

Top of the Lake
Neuseeland kann verdammt hübsch aussehen, wenn man mal tatsächlich die Landschaften ohne CGI-Gedönse zeigt. Schön merkwürdig, aber ohne bleibende Wirkung; Twin Peaks aus Down Under, kann man machen, muss man aber nicht.

American Horror Story: Asylum
(Ja, ich weiß, der Rest der Welt ist schon längst bei Coven) Was zum Henker war das denn? Total bekloppte zweite Staffel der ohnehin schon bekloppten American Horror Story, mit viel zu vielen Handlungsfäden, ohne irgendwelchen Sinn und abgrundtief unterhaltsam. Spok als Serienkiller (oh, sorry, Spoilers), eine großartige Jessica Lange und ein toller James Cromwell – da macht die komplette Sinnlosigkeit dann auch nichts mehr.

Hannibal
Was hätte das schief gehen können – wenn man mal bedenkt, wie schlimm „Hannibal“ der Film und „Hannibal Rising“ geworden sind. Tatsächlich geht Hannibal – die Serie äußerst gut. Was in erster Linie den Darstellern, in zweiter Linie dem angenehmen Verzicht auf Ironie zu verdanken ist. Und in dritter Linie wahrscheinlich der sehr gut eingesetzten Musik. Diese Masse an Serienkillern, die da Woche für Woche zur Strecke gebracht wird, ist zwar mehr als unglaubwürdig, die Unterhaltung leidet darunter aber keineswegs. Mikkelsen ist grandios, die Stimmung ist genauso düster, wie sie sein muss, Leichen und Leichenteile erhalten diese gewisse Körperwelten-Ästhetik – und das Ende löst den Wunsch aus, jetzt sofort, direkt, aber schnell die nächste Staffel zu sehen.

Spartacus – War of the Damned
Komplexe, interessante Charaktere, weitestgehender Verzicht auf Schwarz-Weiß-Zeichnungen und mit Lukretia die vielleicht vielschichtigste und beste weibliche Hauptfigur seit – nun, seit überhaupt: Auch Spartacus ist in den vergangenen Staffeln viel Großes gelungen. Die letzte Staffel muss ohne Lucy Lawless auskommen (und leider auch ohne Craig Parker, hat also deutlich weniger Schauwerte zu bieten) und bringt auch keinen annähernd gleichwertig interessanten Ersatz. Dennoch kann sich die Serie abermals steigern, geht noch weiter an die Schmerzgrenze und nutzt CGI abermals auf sinnvolle Weise: zur kompletten Verkünstlichung der Szenerie. Schade nur, dass halt nicht alle Schauspieler auch durch schauspielerische Fähigkeiten überzeugen (man kann eben nicht alles haben). Schade auch, dass ich Beziehungsgeschichten so überhaupt nichts abgewinnen kann und deswegen teilweise etwas genervt war. Schade vor allem, dass es nun zu Ende ist.

House of Cards habe ich nicht vollständig geschafft, die restlichen Folgen sind mein Projekt für Neujahr 😉

2014 bringt Hoffnung:

Sherlock – endlich!

Doctor Who – endlich! Endlich wieder ohne Matt Smith. Und vielleicht endlich mit so etwas ähnlichem wie storyinhärenter Logik.

Hannibal – ab Februar auf NBC.

American Horror Story: Coven – neu zumindest für mich.

Eine neue Staffel Når dyrene drømmer (Nordlicht) wird derzeit gefilmt. Die erste Staffel hat mir nicht so wirklich gut gefallen, aber wer weiß, vielleicht lohnt es sich.

Und ProSieben zeigt ab nächster Woche die zweite Hälfte der 9. Staffel Grey’s Anatomy – und direkt danach die 10. (ein Guilty Pleasure muss der Mensch ja haben  🙂 ). Sleepy Hollow soll direkt im Anschluss laufen (da ist Craig Parker immerhin – bislang – in einer Folge zu sehen, das könnte mir als Grund reichen…)

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