The Human Race

A mean bitch of a movie with mean people in it.

80 Menschen werden plötzlich und unerwartet – wie sonst – von einem mysteriösen weißen Licht aus ihrem bisherigen Leben gerissen, nur, um sich in einer seltsamen Arena wiederzufinden. Hier heißt es auch schon: Race, or die. Gestorben wird ausgesprochen explizit, mit malerisch explodierenden Köpfen und jeder Menge Blut. So also, wie man es auf dem FFF um 23:30 Uhr erwartet.

Die Ausgangssituation schreit nach Cube, gemixt mit Running Man und vielleicht The Hunger Games, mit einem Touch Predators (was jetzt vielleicht ein Spoiler ist, vielleicht auch nicht). Tatsächlich erinnerten mich viele Versatzstücke an Cube, ohne den Würfel natürlich und ohne Primzahlen (Gott sei Dank). Die einzelnen Rennabschnitte, die unterschiedlichen Charaktere mit ihren scherenschnittartigen Stärken und Schwächen, die Aufgabe „Überleben“…

Die gleichzeitig gute wie schlechte Nachricht: The Human Race ist nicht Cube. Der Film hält sich keineswegs für so clever wie Natalis überbewertetes B-Movie, kommt den Charakteren wesentlich näher, schafft es, an ein, zwei Stellen zu überraschen, setzt die Gore-Elemente zwar häufig ein, zum reinen Selbstzweck werden sie allerdings nie. Trotz nur 87 Minuten Laufzeit ist der Film dann aber zwei Minuten zu lang. Das Ende bekommt Cube geschickter hin, die Schlusssequenz von The Human Race ist leider ziemlich blöde.

Doch genug der Vergleiche, bis zum schlechten Schluss habe ich einen ziemlich guten Film gesehen. Originell ist The Human Race beileibe nicht, schon früh ist klar, wer das Rennen wohl gewinnen wird. Doch Paul Hough zieht seine Gemeinheiten konsequent durch, macht vor nichts und niemandem Halt und gönnt einigen seiner Charaktere sogar so etwas wie eine Entwicklung. Eine großartige Charakterstudie über die Boshaftigkeit des Menschen im Angesicht eines ultimativen Überlebenskampfes kann man bei der Kürze der Zeit und der Menge an explodierenden Köpfen natürlich nicht erwarten. Sicherlich verbleibt einiges im Klischee – das spart lange Erklärungen und der Zuschauer weiß, womit oder mit wem er es zu tun hat. Dennoch schaffen es Buch und Darsteller, Emotionen für die Hauptfiguren zu wecken, besonders Eddie MgGee und Trista Robinson machen einen guten Job.

Sehenswert – wenn man zwei Minuten vor dem Abspann abschaltet.

Trailer

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