99 Luftballons – aka The House of Last Things

Ein junger, guter Cast  – Lindsey Haun aus True Blood,  Blake Berris aus Days of our Lives, RJ Mitte aus Breaking Bad – in einem Geisterfilm, der mit den Symbolen nur so um sich wirft: Da fliegen leuchtend gelbe Luftballons durch die Luft, da wachsen knallrote Äpfel im Garten, da wird der Gartenschlauch zur Schlange, da tritt das besagte House of Last Things als Personifizierung auf – und dergleichen mehr. Nicht zu vergessen die Golfbälle. Wenn Michael Bartlett hier eines zeigt, dann, dass man einen Film mit Symbolen überladen kann. Es sind einfach zu viele Äpfel, Luftballons, Golfbälle. Die Schuld wirkt drückend schwer in diesem Film, auch das wird zu jeder Sekunde deutlich gemacht.
Weniger ist manchmal mehr. Und ein alter Golfplatz hat einfach nicht die schaurige Wirkung eines altes Indianerfriedhofs, wie sehr man sich auch bemüht, Golfbälle unheimlich erscheinen zu lassen.

Dennoch, The House of Last Things kann durchaus überzeugen. Als Geisterfilm, dem es nicht um Schauer oder Schockeffekte geht, sondern um zwischenmenschliche Beziehungen. Als Film, der das Haus (und den sehr, sehr schönen Garten, der eine eigene Erwähnung verdient) und die Musik zu tragenden Protagonisten werden lässt. Etwas vorhersehbar vielleicht, doch ergreifend, ohne sich beim Publikum anzubiedern.
Und so sehr mir Lindsey Haun in True Blood Zahnschmerzen macht – wie mir die ganze Serie körperliche Schmerzen bereitet, so dumm, wie sie ist – in diesem Film mochte ich sie.

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