Fantasy Filmfest 2010 / II – The Last Days of Emma Blank

De Laatste Dagen van Emma Blank / The Last Days of Emma Blank ist eine kleine, gemeine Fingerübung in Sachen Boshaftigkeit.
Emma Blank stirbt – zumindest behauptet sie das. Woran genau sie krankt, weiß keiner so genau, vielleicht sie selbst nicht. Ihre vermeintlich letzten Tage nutzt sie, um ihr Personal nach Herzenslust herumzukommandieren und zu schikanieren; das reicht vom barschen Befehlston und willkürlichen Launen bis hin zur kompletten Entmenschlichung, wenn ein Angestellter sein Leben als Hund fristen muss.

Bereits sehr früh im Film werden die ersten Verwandtschaftsverhältnisse offen gelegt; danach erfährt der Zuschauer Szene für Szene mehr über diese grotesk-verfahrene Familiensituation – und über die profanen Gründe der Sippe, beim miesen Schauspiel mitzuwirken.

Dabei stellt der Film nicht nur die Frage, wie grausam jemand sein muss, der sich eine derartige Posse ausdenkt, sondern auch, wie krank diejenigen sind, die mitspielen und sich erniedrigen lassen.

Am Ende gibt es mehr als nur eine Tote – bis dahin hat man zwar keinen bahnbrechenden, die Sehgewohnheiten revolutionierenden Film gesehen, aber gute Unterhaltung. Und mehr will De Laatste Dagen van Emma Blank ja auch gar nicht sein.

Positiver Nebeneffekt: Ich hab mal wieder mein Niederländisch auffrischen können.

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