SocialBar

Gleich geht´s auf in tazcafé zur Socialbar Berlin.
Heute geht es um politisches Campaigning im Web 2.0, sprechen werden:

  • Ricardo Cristof Remmert-Fontes (AK Vorratsdatenspeicherung) berichtet über die Online/Offline-Mobilisierung der erfolgreichen Demo „Freiheit statt Angst – Stoppt den Überwachungswahn“
  • Jan-Michael Ihl (taz) „Twitter für meine Kampagne nutzen – Gebrauchsanweisung in 10 Minuten!“
  • Joep van Delft (loesje.org) „creative acts – kreative Aktionen mit Hilfe von Web2.0

Ein kleiner (naja, wahrscheinlich ein ausführlicher) Nachbericht folgt hier und bei den Blogpiloten.

20.00h: jetzt gehen auch die Vorträge los. interessante leute hier, u.a. vom Verein Mehr Demokratie e.V.. Und das obligatorische (?) „hey, ich kenn dich von Twitter“.

20.10: erstes Thema: Mobilisation für die Demo Freiheit statt Angst

20.15: Ricardo Remmert-Fontes: mittlerweile eher skeptisch, was Mobilisation über Online-Medien angeht. Mobilisation lief über Banner, über Socil Media Plattformen.
Fazit: Online-Medien haben für Mobilisierung nur begrenzten Impact. Gutes Medium, um Leute zu vernetzen und Interessierte zu erreichen, Informationen zu streuen. Weniger interessierte, neue Leute zu gewinnen, ist über Online-Medien aber schwierig.

20.20: RRF: klassische Medien haben in Deutschland noch immer den größten Einfluss.
Auch in den USA ist die Kampagne unterstützt von Real Life Mobilisierung, von Wahlkämpfern, die auf die Straße gehen.
Ohne Real Life funktioniere eine politische Kampagne nicht.

Was positives über Online-Medien: Man kann die verschiedenen Online Medien (blogs, Wikis) gut nutzen, um Aktionen und Kampagnen zu organisieren und zu strukturieren. So lief vieles der Organisation von Freiheit statt Angst über Wiki.
Blogs sind hervoragendes Instrument, um Informationen zu streuen – erreichen aber eher die ohnehin Interessierten.
Real Life Aktionen wie die Demo seien momentan noch die einzige Möglichkeit, um die Massenmedien und die Leute draußen und im Bundestag aufmerksam zu machen.

20.27: Frage: Welchen EInfluss hätte ein Mobilisierungs-Video gehabt?
RRF: visuelle Medien schneller erfassbar und ansprechender als Text – muss aber auch gut gemacht sein. Mehr Einfluss hätte das Video aber immer noch, wenn das Video in der tagesschau gezeigt würde.
Stärke des WEb: Kreativität und Kollaborativität.

Thema SMS-Kampagnen: Es mangelt an Rechtssicherheit für SMS-Kampagnen in Deutschland.

20.33: Jetzt kommt Joept van Delft zu creative acts.

20.35: kreativer AKtivismus hat zwei Komponenten: User Generated Content und Soziale Netzwerke.
JvD glaubt persönlich eher nicht an die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke zur politischen Mobilisierung.
Vergleich zwischen UGC Content und Street Art.

Beispiele für kreativen Aktivismus (auch im Web 2.0):

  • Ad Busting: Kampagne von einem Unternehmen ändern und ihreine andere Bedeutung geben.
  • DIY City Improvement bringt spontanten Szenenapplaus: Fehlt ein Fahrradweg, mal einfach deinen eigenen auf die Straße.
  • Flash Mobs.
  • Technoschnitzeljagd (??)

Kreative Aktionen im Web 2.0 (unvollständige Liste):

  • Google Bomben
  • Blue Ray Code
  • Online-Demonstrationen

20.50: jetzt: Campaigning über Twitter mit Jan Michael Ihl.

Drei Thesen (die stehen schon auf Twitter, deswegen kenne sie die meisten hier schon):

  • Twitter gehört ab morgen zum Standard-Repertoire jeder erfolgreichen Kampagne – nach dem Vorbild Obama.
  • Twitter ist als Feedback-Kanal noch viel interessanter denn als reiner Micro-News-Kanal. Faktoren: Niedrigschwelligkeit & Öffentlichkeit
  • Twitter ist keine Plattform für die Ewigkeit, aber auf jeden Fall fürs Jetzt. Deshalb: sollten NGOs und Initiativen besser _jetzt_ Twitter einsetzen, als zu zögern. Voraussetzung für Erfolg: richtiger Ton, Witz, Offenheit.

Alle Vorträge gibt es bald auch auf dem Socialbar-Wiki – und News über den Socialbar-Twitterfeed (natürlich).

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Eine Antwort zu “SocialBar

  1. Pingback: 04.11.2008: 3. Socialbar Berlin: Videomitschnitt Vortrag On- und Offline-Mobilisierung - Ricardo Cristof Remmert-Fontes

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