Keine Berufsalternative

Gestern bekam ich über Twitter einen Hinweis, dass die herzallerliebste Emanzen-Postille Emma eine Online-Redakteurin sucht. Ich fand es sehr nett, dass jemand weitgehend Unbekanntes in einem so flüchtigem Netzwerk wie Twitter meine Berufssorgen ernst nimmt und mir Tipps gibt. Tatsächlich kam das sogar schon häufiger vor, daher auch an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön.

Aber Emma? Gut, es ist ein Job, in der Not frisst der Teufel Fliegen – aber so verzweifelt bin ich noch nicht. (Mal ganz abgesehen davon, dass ich von Feminismustheorien soviel Ahnung habe wie ein Goldhamster vom Autofahren. Und ungefähr soviel Interesse dafür aufbringe.)

Im Ernst: Viel zu wenig nackte Frauen in dem Blatt. Diät-Tipps gibt´s da auch nicht und über Schuhe schreibt auch kaum einer.

In diesem Zusammenhang fiel mir allerdings wieder ein, wie verwunderlich wenig Erfolg doch unsere „Playboy statt Emma“-Aktion damals in der Uni hatte. (Eigentlich war es ja eher eine „Playboy und Emma“-Aktion – wenn die Frauenbewegten was zum Lesen kriegen, sollten die eher optisch orientierten Jungs und Mädels auch was bekommen. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde schließlich keine der Zeitschriften abonniert.)

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4 Antworten zu “Keine Berufsalternative

  1. Inwiefern ist es problematisch wenn in einem Frauen-Magazin mal keine Sextips, Bilder von durchtrainierten Vorbildsfrauen und super sexy Schuhen sind?

    (sorry falls du es ironisch gemeint hast und ich es nicht kapiert habe)

  2. es war halbironisch.

    ich finde die trennung in männer- und frauenmagazine generell lächerlich. schuhe interessieren mich gar nicht, autos und tipps für effektives muskelaufbau-training aber schon (manchmal). politische themen (auch gender-themen) sind ebenfalls für beide biologischen geschlechter relevant / interessant.
    deswegen verstehe ich es auch schlicht und einfach nicht, warum da getrennt wird. Naja, bei den meisten natürlich, um geld zu machen. in Emmas speziellem fall finde ich den ansatzpunkt einfach überholt und fern meiner lebensrealität.

    hatte heute nachmittag nur keine lust, das differenzierter aufzuschreiben.

  3. jetzt versteh ich besser was du meinst.

    die künstliche trennung in männliche und weibliche interessen find ich auch problematisch

  4. Möchte dann auch mal was dazu schreiben, da ich die bin, die den Tip gab. Ich finde nicht, dass Emma nur ein Blatt für Frauen ist und es wird auch nicht nur über Frauenthemen geschrieben. Was sind denn überhaupt Frauenthemen??Es wird z.B. viel über Islamismus geschrieben, der uns alle angeht usw. Ich denke auch Männer können die Emma gut lesen. Ich kenne zumindest einige. Und nackte Körper….finde ich weitgehend überflüssig.
    Wie dem auch sei…jedem das Seine…ich drück Dir die Daumen, dass Du bald einen neuen Job findest!

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