Sonntag: Feel Good-Filme

Wenn es draußen vor sich hin regnet und sich meine Laune auch mal wieder im Keller eingeschlossen hat, gibt es nur wenig, was sie da wieder rausholt. Ein paar Songs können das ganz gut – interessanter Weise sind die oft von The Killers, aber meine Laune richtet sich halt nicht nach sowas wie gutem Geschmack. Ein paar Filme funktionieren ebenfalls erstaunlich zuverlässig. Deswegen hier meine kleine, subjektive Top 5 von Feel-Good-Filmen, passend zum grauen Sonntag und zur eigenen Verschlafenheit.
Filme, die mir gute Laune machen, funktioniert übrigens nach einem ganz einfachen Muster: Ewan McGregor spielt mit und/oder Menschen fangen unmotiviert an zu singen und/oder sie sind ganz viel bunt. Und Witze über Britney Spears, die gehen auch immer.

1. Big Fish

Ewan McGregor zum Ersten: Ein wie ich finde recht un-burtonesker Tim Burton. Wahrscheinlich gerade deswegen der einzige Tim Burton außer Nightmare Before Christmas, den ich mag. Es geht um eine Vater-Sohn-Beziehung, die ein bisschen darunter gelitten hat, dass der Vater (wunderbar sympathisch grumpelig: Albert Finney) dem Sohn im Laufe seines Lebens allerhand wundersam-unglaubwürdige Geschichten aufgetischt hat. Der Sohn (ziemlich langweilig: Billy Crudup) ist nun, da der Vater auf dem Sterbebett liegt, an der Wahrheit über seine Lebensgeschichte interessiert. In Rückblenden erzählt der Film Stationen aus dem Leben des Vaters (in jung gespielt von McGregor), seine Begegnungen mit allerhand skurilen Personen und der Liebe seines Lebens. Und Helena Bonham-Carter darf auch mitspielen.
Bis auf die letzten zehn Minuten ist das alles herrlich unkitschig und vor allem bunt, bunt, bunt. Diese letzten zehn Minuten versauen den Film ein bisschen durch eine nicht auszuhaltende Kitsch-Soße. Einfach früher ausschalten, dann ist der Film ganz wunderbar. Wer Big Fish nicht mag, muss ein schlechter Mensch sein.

2. Moulin Rouge

Noch mehr bunt, ganz viel Gesinge, kitsch as kitsch can und Ewan zum zweiten. Nicole Kidman ist ebenfalls großartig. Die Musik sowieso.

3. Velvet Goldmine

(Video vermutlich nsfw) Die Story dieser an die Geschichte von David Bowy und Iggy Pop angelehnten Glamrock-Opera ist eigentlich ziemlich traurig. Doch die wahrscheinlich höchste Eyecandy-Dichte ever – Johnathan Rhys Meyers, Christian Bale, natürlich Ewan McGregor zum Dritten (der hier allerdings aussieht wie Kurt Cobain, und zwar nicht so ähnlich, sondern: genauso) und Placebo – und die überdrehte Erzählweise machen verdammt gute Laune. Außerdem mag ich Glamrock.

4. Finding Nemo

Ja, my guilty pleasure. Ich hasse Walt-Disney-Animationsfilme – aber dieser ist nunmal tatsächlich komisch und weniger pathetisch als die anderen, die ich so kenne. Keine fragwürdige Moral (afaik), keine blonden Prinzessinnen, dafür Dotty, vegetarisch lebende Haie und nachvollziehbare Ängste (=Zahnarzt).

5. Phil the Alien

Kleiner kanadischer Indepentend-Film. Muss man nicht kennen. Ist sympathisch-unprofessionell, hat einige kauzige Charaktere und ein paar tatsächlich gute Witze. Die Story ist eigentlich unwichtig, dennoch ein kurzer Abriss: Es geht um Phil, einen Außerirdischen, der auf der Erde notlanden muss, vom Alkoholiger zum christlichen Rocksänger wird und von Alien-Jägern, nun ja, gejagt wird.

Was außerdem noch immer funktioniert:

Buffy – Once More, with Feeling.

Klar, da singen ja auch alle die ganze Zeit. Nicht die beste Buffy-Folge, aber die Songs sind richtig üble Ohrwürmer.

Doctor Who – The End of the World
(speaking of terrible Ohrwürmer.) Als ich die Episode das erste Mal sah, habe ich die Hälfte der Folge nicht mitbekommen, weil ich etwa eine halbe Stunde über den Witz mit Britney Spears „Toxic“ lachen musste. Manchmal bin ich recht einfach zu begeistern.
(Ich mag die erste Staffel der Neuauflage übrigens am liebsten. Konnte mich mit David Tennant nie so richtig anfreunden. Obwohl er Schotte ist.)

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