Von Dicken und Dürren

Das Gesundheitsministerium findet heraus, dass die Deutschen zu dick sind, und will einen Fünf-Punkte-Plan erstellen – für ein dünneres Deutschland. Das war 2007.

2008 stellt das Gesundheitsministerium plötzlich fest, dass „immer mehr“ deutsche junge Frauen dünn sein wollen (welch Überraschung). Und startet eine Kampagne gegen Untergewicht und gegen Essstörungen.

Ja, es ist mir schon klar, dass es um ein gesundes Mittelmaß und vor allem um gesunde Ernährung geht.
Trotzdem fühle ich mich von derartigem Aktionismus verarscht.

Außerdem lasse ich mir von Tante Ulla sicher nicht erzählen, was ich essen – oder nicht essen – soll.
Muss aber im selben Augenblick ganz selbstkritisch zugeben, dass ich mir von den Onkeln Hennes und Mauritz schon diktieren lasse, welche Figur ich haben sollte und dass ich möglichst in ihre Größe 36 passen sollte (was ich im Moment nicht tue). Daran ändert aber Tante Ulla auch nichts mehr.

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Eine Antwort zu “Von Dicken und Dürren

  1. Staatliche Ernährungspolitik ist nicht gut!

    Ich find, man sollte allerhöchstens was machen zu positiven Körperbildern und zu „Vielfalt“, sprich jungen Menschen auf irgendeine Art und Weise vermitteln, dass Vielfalt, Differenz wat jutet ist und dass es „okay“ ist, egal, wie sie aussehen.

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