Was vom Tage übrig blieb, 06/06

– Was mich wirklich nervt: Dass meine nach aufrecht-deutschen Nachbarn in letzter Zeit jeden Abend mehrmals „Fairytale gone bad“ auf vollster Lautstärke hören. Ich mag dieses Lied! (ja, Trash, egal.) Ich will nicht, dass es mir durch irgendwelche gehirnlosen Nazis vergrämt wird!
(Doch egal, meine „Er-oder-ich“-Strategie scheint bei der Hausverwaltung gezogen zu haben – ich zahle ja meine Miete, ich pöbele niemanden betrunken im Hausflur an, ich demoliere nicht den Hausflur. Und mit solchen Nachbarn finden die nie einen Nachmieter für diese Wohnung. Ich fühle mich zwar ein wenig wie der letzte Blogwart, aber alles andere als ‚petzen‘ wäre auf die Dauer gesundheitsschädlich.)

– Habe heute die These vernommen, für Hillary sei es im Wahlkampf von Nachteil gewesen, sich als toughe Businessfrau zu prästentieren. Bin mir nicht 100% sicher, dass es genau so gemeint war, wie ich es jetzt schreibe, so habe ich es aber verstanden. Erschreckend. Vor allem, da ich glaube, dass da mehr als nur ein Körnchen Wahrheit dran ist. Statt der toughen Businessfrau wird also ein Mann Präsidentschaftskandidat, dessen zentrale Aussage „Yes we can“ ist. Wie ungemein politisch.

– Über Emma / Alice Schwarzer vs. Lisa Ortgies haben andere genug geschrieben. Daher nur soviel: Der Satz „Wir mussten dann jedoch zu unserer eigenen Enttäuschung feststellen, dass Lisa Ortgies zwar eine gute Autorin ist, sich jedoch nicht für die verantwortungsvolle und komplexe Tätigkeit einer Chefredakteurin eignet.“, nein, eigentlich die gesamte Pressemitteilung der „EMMAs“, ist perfide und zickig. Und ja, ich benutze das Attribut zickig, denn genau das ist es. Scheinbar ist man bei EMMA beleidigt aufgrund Ortgies Gang zur Presse nach dem Aus, den ich auch nicht ganz die feine Art fand, aber verständlich. Und aus der Schmollecke heraus tritt man hinterher und beleidigt andere. Professionalität ist was anderes. Erwachsenes Verhalten auch. Egal, was vorher war.

– Und nun something completely different: Jenny ist Deutschlands neues Topmodel, hat angeblich längere Beine als Nadja Auermann, jedenfalls sind sie ganze 20 cm länger als meine (ich habe gerade nachgemessen). Von der ganzen Show, vom Sieg einer 17jährigen, überhaupt vom ganzen Modell-Business kann man ja jetzt halten, was man will. Ich verstehe die Kritik, aber mal ehrlich: Modell ist auch nur ´n Job, solange Menschen Klamotten tragen, wird es Designer und Modells und immer viel zu kleine Kleidergrößen geben, solange Menschen Augen haben, wird es immer Schönheitsideale geben, denen der Durchschnittsmensch nie entsprechen kann, deswegen sind es ja Ideale, die überzeichnen das Gewünschte, aus schlank wird mager, aus 34/36 wird Size 0, aus schön wird more perfect than life. Das Absurde ist doch nur der Glaube, diesen Idealen entsprechen zu müssen.

Das waren dann auch mal wieder genug Meinungen für einen Tag.

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