Music´s what I´m living for

Musikumfrage und ich mache einfach mal mit (gesehen bei Anke Gröner).

1. Nenne einen Song, dessen Text dich ganz besonders berührt und begründe.

Placebo – Slave to the Wage.
Obwohl berühren im Sinne von emotional berühren nicht ganz der richtige Begriff ist. Es ist einfach der Text, der am besten ausdrückt, wie ich mich die meiste Zeit meines Lebens fühle – egal wo ich bin, egal was ich tue, damals in der Schule, während meiner Studienzeit in dieser bepissten Kleinstadt und sogar hier in Berlin. Natürlich geht es in dem Lied um viel mehr als persönliche Befindlichkeiten, natürlich ist es (wenn auch meiner persönlichen Meinung nach etwas pubertäre) Sozialkritik – aber gleichzeitig ist es auch der Song, der mir bei aller Wut und bei aller Unzufriedenheit sagt, dass es weitergeht und dass es nur an mir liegt, wo und wie.

Run Away From All Your Boredom
run Away From All Your Whoredom
and Wave Your Worries
and Cares Goodbye
all It Takes Is One Decision
a Lot Of Guts
a Little Vision
to Wave Your Worries
and Cares Goodbye

sick And Tired Of Maggie´s Farm
she´s A Bitch With Broken Arms

it´s A Maze For Rats To Try
and Its A Race For Rats To Die
run Away

2. Nenne einen Song, dessen Musik dich ganz besonders berührt und begründe.

Ich muss zwei nennen, einen negativen, einen positiven.

Negativ: Radiohead – Exit Music For A Film
Habe ich im Herbst vorletzten Jahres sehr oft gehört, damals ging es mir recht schlecht. Ich kann es bis heute nicht ganz hören ohne ein flaues Gefühl im Magen zu bekommen.

Positiv: The Killers – The River Is Wild
Ja, es ist kindisch, ja, das Lied ist trashig – aber ich bekomme so unbedingt gute Laune dabei. Und es wirkt immer, wirklich immer. Mein zuverlässigsest Anti-Depressivum.

3. Welchen Song hättest du gerne geschrieben und warum?

Hurt. Weil ich die Textzeilen „And you could have it all / My empire of dirt / I will let you down / I will make you hurt“ zu gerne für mich beanspruchen würde.

4. Nenne fünf Songs für dein Lebens-Best-of.

– DÖF – Codo. NDW – meine Kindheit halt.

– Silverchair – Anas Song. Altes Lieblingslied. Zunächst losgelöst von jeglicher Bedeutung. Dann nicht mehr. Jetzt wieder bedeutungslos, die Melodie mag ich aber immer noch.

– Placebo – Pure Morning. Weil mir da zum ersten Mal wirklich bewusst wurde, dass es andere Musik gibt als die, die im Dudel-Radio läuft (damals lief Placebo noch nicht im Dudel-Radio). Den Ausschlag gab eigentlich das Video. Seitdem ich es das erste Mal bei Viva II sah, war ich leidenschaftlicher TwoRock-Seher. Meine Welt brach zusammen, als Markus Kavka Viva II verließ. Das Universum kollabierte, als Viva II schließlich eingestellt wurde. Geblieben sind Placebo, auch wenn sie den Status als meine Zweit-Lieblingsband nicht halten konnten. (Falls hier irgendjemand mitlesen sollte, der nicht mehr mitbekommen hat, wie umwerfend großartig Viva II war – Verschwinde von dieser Seite und geh Daumenlutschen, du Kind!)

– HIM – Join Me. Noch mehr Trash, diesmal richtig peinlicher. Aber zu diesem Lied bin ich volljährig geworden – daher gehört es definitiv zum Best-of (and real men wear eyeliner. Dazu steh ich immer noch.)

– Muse – Muscle Museum. Mein Alltime-Ohrwurm. Diese Melodie habe ich immer, 24/7 im Kopf. Letztens habe ich es dann zufällig im Radio gehört – und es ist immer noch ein verdammt bewegender Song, zum Auf-dem-Boden-wälzen, von der verdammt besten Liveband dieser Erde.

5. Und zum Schluss: Welche Platte beschützt du wie deinen Augapfel?

Platte? Wie, jetzt?
Nein, Quatsch, eigens Vinyl besitze ich aber tatsächlich nicht und meine CDs sind irgendwie auch austauschbar geworden. Wenn ich aber nur eine auf eine Insel ohne Internetanschluss und ohne MP3-Abspielmöglichkeit mitnehmen dürfte — vielleicht Best Of The Doors. Weil es mich wahrscheinlich am wenigsten nerven würde.

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