konzentration, bitte

habe gerade mit schrecken festgestellt, dass ich dieses jahr bis jetzt genau ein buch durchgelesen habe. und das war ausgerechnet frank schätzigs „schwarm“, ein weihnachtsgeschenk, gerechterweise sei gesagt, dass es dann doch besser war als erwartet, mit einer unglaublichen akribie recherchiert, wenn auch etwa 200 seiten zu lang.

danach habe ich es weder geschafft, „i am legend“ zuende zu lesen, oder „ubik“ oder „der prozess“ oder „hot topcs“ oder oder oder. alles angefangen, alles liegt in einer anderen ecke meiner wohnung und wird wahrscheinlich bis zu meinem auszug nicht mehr angerührt werden.

im moment hänge ich – schon sehr, sehr lange – bei den „wohlgesinnten“ fest, da ich nach 100 seiten dieses 1300-seiten-wälzers immer den unwiderstehlichen drang bekomme, etwas anderes lesen zu müssen, was gar nichts mit der zweite weltkriegs-thematik oder der täterperspektive zu tun hat, vielmehr will ich der analen fixierung des autors entkommen, dieser kindlichen faszination für exkremente, die aus mindestens jeder dritten seite quellen. auf die dauer ist mir diese, buchstäbliche, scheiße zu anstrengend. und die effektheischerische provokation zu deplaziert.

keine ahnung, wo die ursachen für meine derzeitige hardcore-buch-ads liegen. es könnte der beständige lärm aus der wohnung unter mir sein (der jetzt seit 15 tagen gar nicht mehr aufhört, und ich meine GAR NICHT mehr, weder tags noch nachts, trotz mehrerer anzeigen, einem mittlerweile sehr hohem bußgeld und dem versuchten einschreiten des vermieters), der dadurch verschuldete schlafmangel, vielleicht auch, dass ich doch wieder mehr zeit mit sport verbringe oder häufig aus dieser wohnung flüchte und meine bücher dabei nicht mitnehme.

vielleicht hat sich mein hirn aber auch schon komplett verabschiedet. ich werde kontinuierlich dümmer, je mehr zeit ich vor dem  bildschirm meines rechners verbringe, ich fühle geradezu meine gehirnzellen absterben.
nein, selbstverständlich stimmt das nicht ganz. ich merke aber, dass die arbeit am computer meine ads verstärkt. online-journalismus war in dieser hinsicht natürlich keine gute wahl. was auch belegt, dass dieser eintrag eigentlich in eine ganz andere richtung gehen sollte, ich in den 10 minuten, die ich hierfür brauchte – auch das unverhältnismäßig lange – schon wieder vergessen habe, in welche eigentlich. frau g., bitte wenden sie sich an den neurologen ihres vertrauens…

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