Meine schrecklich netten Nachbarn, Teil 1

Mein schrecklich netter Nazi-Nachbar aus dem Stockwerk unter mir war heute vor allem eins: Schrecklich laut. Er selbst und auch seine Musik. Heute mittag, ich kam gerade nach hause, wurde ich bereits im Flur des Vorderhauses von den Bösen Onkelz empfangen. Im Hof war es wohl ungefähr so laut wie in der Wohnung meines Nachbarn, Fenster und seine Wohungstür hatte er nämlich sperrangelweit geöffnet. Anscheinend wollte er damit seinem Nachbarn von gegenüber eine wie auch immer geartete Botschaft übermitteln („Hey, ich bin ein Idiot“ oder „Hey, in spätensten ´nem Jahr brauch ich ein extra-gutes Hörgerät“ zum Beispiel). Er stand dann vor seiner Tür, als ich die Treppen hinauflief, und wollte irgendwas von mir wissen, keine Ahnung, was, ich habe ihn einfach nicht verstanden. Er wirkte ein bisschen betrunken, vielleicht aber auch einfach nur verschlafen und hatte eine Zahnbürste im Mund, das mag seine Aussprache beeinträchtigt haben. Als ich wieder weg musste, beglückte er das Haus jedenfalls immer noch mit den Onkelz, weiterhin bei offener Wohnungstür und begleitet von atonalen Geräuschen, die wohl Mitsingen darstellen sollten. Im Moment keine Musik mehr, im Moment ist einfach nur er selbst laut. Aber vielleicht hat er ja auch schon einen Hörschaden und muss deswegen immer so rumgrölen.

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