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Frage im tagesschau-PreChat mit Hüppe zur Stammzellendebatte – mal ganz ehrlich: Häh?
Das ist die bei weitem unverständlichste Frage, die mir in diesen Chats je untergekommen ist.
(Ich versteh, worauf die Person hinauswill. Nur trägt der verquere Satzbau nicht grade zum Verständnis bei.)
„Verweist die Missachtung der Lebensrechte und Menschenwürde des Embryos nicht auch die werterelativistische Grundhaltung unserer Gesellschaft, die in ihrer Auffassung, dass eine absolute Wahrheit nicht erkannt werden könne, nun auch in tragischer, wenn auch logischer Konsequenz die Menschenrechte angreift?“
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Zu meiner Schande muss ich gestehen, ich hab den Artikel auf süddeutsche.de erst heute gelesen. Kann den Aufschrei der Blogosphäre – wie so oft – nicht verstehen. Der Mann hat einfach recht, mit jedem einzelnen Satz (außer dass er sich einmal bei einem Namen vertut, das sollte natürlich nicht passieren). Und er polemisiert – und genau deswegen ist der Text großartig.
Denn mal ehrlich: Unsere Gesundheit würden wir keinen Laien anvertrauen, unseren Straßenbau auch nicht. Aber die Informationsvermittlung soll von Amateuren übernommen werden? Warum? Da sie durch Emotionalität und eigene Meinung authentischer wirken?
Nur leider haben Emotionen und Meinung mit Information wenig zu tun. Es ist ein Irrtum, dass jeder, der das ABC beherrscht, einfach drauflosschreiben kann und damit auch gleich Information übermittelt.
Aber Gefühle und Meinungen kommen halt besser an als Fakten.
Ich lese selbst eine Menge Blogs, empfinde sie als Bereicherung und einige informieren mich sogar, ganz allein abhängig davon, was ich wissen will. Sie können die herkömmlichen Medien ja auch ergänzen, ganz prima sogar, wenn sie vertiefen, Fehler aufzeigen, und auch grade dadurch, dass sie persönliche Erfahrungen mit einbringen. Aber Amateure können nie, nie, Profis ersetzen.
Selbst wenn es eine Masse von Amateuren ist. Was meiner Meinung nach das Ganze eher noch schlimmer macht, da meiner Überzeugung nach eine Masse von Menschen immer dümmer agiert und reagiert als ein Individuum. Den Gegenbeweis, ein intelligentes Massenverhalten bei MENSCHEN – nicht bei Ameisen oder Bienen – hat mir noch niemand gezeigt.
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“People don´t want their lives fixed. Nobody wants their problems solved. Their dramas. Their distractions. Their stories resolved. Their mess cleaned up. Because what would they have left? Just the big scary unknown.” (c.palahniuk, SURVIVOR)
Kategorien: Schöne Worte
Oder wie es ein Nutzer im Chat der bpb ausdrückte:
„Ich glaube, dass es ein Problem mit der Gesellschaft allgemein ist. Man sollte schon mal intensiver mit der Gesellschaft arbeiten (und nicht verallgemeinern).“
That.Made.My.Day.
danke, liebe gamestar-gemeinde.
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Neues Lieblingswort: Bierbetreuer (oder Bierbetreuerin).
Gefunden im neuen Roman von Thomas Glavinic (Das bin doch ich! – ganz gutes Buch, sehr witzig) . Gemeint sind die Leute, die in Zügen Kaltgetränke und Snacks auf klirrenden Wägelchen durch viel zu enge Gänge schieben. Keine Ahnung, ob die in Österreich wirklich so heißen. teichtiers ausschließlich in Bildern denkendes Gehirn musste sich jedenfalls gleich ein betreutes Bier vorstellen: Umgeben von mit Palmwedeln wedelnden Menschen, bei lustigen Spielchen in einem Bällchenbad, wie man´s aus IKEAS Kinderparadies kennt. Lustiges Leben, so als Bier.
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Mit Tag(s) versehen: Bier, Glavinic, Zug