- nach migränebedingter Blockade und panikattackenbedingtem Brett vorm Kopf ging es heute wieder etwas besser mit dem Denken. Binsenweißheit: Wird doch alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Man sollte ja alles als Herausforderung sehen, jaja, blabla…
- beim erneuten Ordnen meine Bewerbungsunterlagen festgestellt: 1. habe ich jetzt alle Referenzen, alle Texte und Projekte so lange geordnet, dass sie jetzt exakt dieselbe Reihenfolge haben wie zu Beginn. Ich sollte aufhören, zu ordnen, und sie endlich abschicken. 2. Die guten Texte sind die, für die ich rausgegangen bin. Live-Recherche. Leider sind das sehr, sehr wenige. Liegt das nun am Online-Journalismus an sich, am Zeitmangel, an mangelndem Elan? (das ist eine rhetorische Frage, natürlich ist es der Elan, der fehlt.)
- fallen Bürgerhaushalte wie in Hamburg oder Köln eher unter eDeliberation oder unter eConsultation? Ich würde sie eher unter Konsultation einordnen, da mir für eine „echte“ Deliberation die Diskussionsbeteiligung der Politik fehlt. In meiner Magisterarbeit habe ich es, glaube ich, noch anders gehalten. Ist Deliberation nur Deliberation, wenn tatsächlich alle Stakeholder mitmachen?
ein bisschen angst vor der eigenen courage, ein bisschen (viel) migräne, viel schlaf am nachmittag und realitätsflucht mit einer halben staffel doctor who. so war das nicht geplant.
suche methoden, meinen kopf bis morgen wieder zum funktionieren zu bringen.
Ich mag Coldplay. Wollte ich nur mal sagen. Ich mag auch purpurne Wolken.
Und rosa Einhörner mit Flügeln und Glitzerstaub in der Mähne, die nach Erdbeeren riechen, aber jetzt rein gar nichts mit Coldplay zu tun haben. [Confessions of a kitschnudel]
Ich wollte nach dem Spiel Kroatien – Türkei eigentlich auch etwas zu meinem Nationalgefühl bzw. zu der völligen Abwesenheit desselbigen bloggen, hatte dann aber keine Lust mehr. Dennoch kurz mein egozentrierter Senf:
Ich fühle mich in Deuschland zuhause. Ich bin hier geboren, hier aufgewachsen, Deutsch ist meine Muttersprache, meine einzige, da meine Eltern davon abgesehen haben, mich zweisprachig zu erziehen; im Deutschen fühle ich mich auch nach wie vor am sichersten. Das bedeutet nicht, das ich mich in keinem anderen Land oder einer anderen Sprache zuhause fühlen könnte, nur habe ich noch in keinem anderen Land solange gelebt oder eine andere Sprache so lange durchgängig gesprochen.
Meine Identität definiert sich also eher über Sprache. Ein wie auch immer gefühltes Nationalgefühl resultiert daraus nicht. Klar, bei der EM jubel ich für Deutschland, habe auch für Kroatien gejubelt. Aber auch für die Niederlande. (Das einzige, was ich daraus schließe, ist, dass ich Deutschland besser nicht mehr anfeuer, sonst fliegen die am Mittwoch raus. Fahnen nerven, by the way, egal, in welcher Reihenfolge man die Farben anordnet.)
Ich fühle mich nicht als „Deutsche“, nicht als Halb-Deutsche, nicht als Halb-Ex-Irgendwas. Ich identifiziere mich mit diessm Land außer über die Sprache nur insofern, dass ich, da hier aufgewachsen, Traditionen, Bräuche, zu einem gewissen Grad Verhaltenskonventionen übernommen habe. Manchmal habe ich ein Regionalgefühl, „isch bin Ruhrpott“, oder eher noch „ich bin Westfalen“ – das bleibt aber eher scherzhaft (und ich wäre auch stur und maulfaul, wäre ich nicht in Westfalen aufgewachsen. Bestimmt.)
- ich bekomme ganz sicher weniger schnell einen sonnenbrand, wenn ich mich in der sonne bewege, als wenn ich rumsitze (ja, und hey, let us ourun the wind).
- ab einem ganz bestimmten datum geht es mir ganz sicher wieder besser (whatever).
- „vergewaltigung bloggt“ statt „verwaltung bloggt“ gelesen – und mich nicht über diese überschrift gewundert.
- und zu allem überfluss habe ich einen britney-spears-ohrwurm. toxic. um genau zu sein.
Auch ich musste natürlich SporeLabor ausprobieren und mir ein eigenes Viech basteln. Das ist aber auch verdammt lustig, selbst wenn man keine Penisse baut (sporn – Spore pr0n – ist übrigens mein Begriff der Woche). Sondern nur Viecher mit Prunkpuscheln.
Also, Juniper-Productions proudly introduce: Herb, eine prunkpuschelige Zebrawal-Larve.
so sieht Herb von oben aus:
und so von der Seite.
Und: Ich übe noch. Das nächste Vieh mit Flügeln hat dann vielleicht auch die Proportionen, um tatsächlich fliegen zu können.
[Update]: Nach etwas eingehenderer Beschäftigung: Die Seite – Objective: 4 Kids – ist wirklich gut gemacht und kreuzgenial – im Wortsinne.
Es gibt dringend nötiges Merchandising:
wichtige Sicherheitshinweise
und gar nicht nervige Werbung (übrigens sehr viele verschiedene Anzeigen, das ist aber mein Liebling).
Aber nichts geht über die religiöse Do-it-yourself-Ecke mit diesem Schmankerl: Der Crucifiction Nail Action Figuere!
Den Hintergrund gibt es bei coffeestainednews in den Kommentaren. Da habe ich das auch heute gefunden.
Und eine Menge Leute – zumindest bei wordpress.com – sind drauf reingefallen. Das diese Fake-Seite den tatsächliche Seiten der militanten Christen so ähnelt, ist dann eigentlich schon wieder traurig.
Ohne diese viel zu früh enthüllte Pseudo-Öko-Erklärung und dieses 08/15-Ende hätte ich den Film sogar fast gut gefunden.
Na ja, Zooey Deschanel war wie immer süß (was nimmt die Frau, um diesen fast komplett pupillenlosen Blick hinzubekommen?). Und in einigen Szenen waren gute Ansätze zu erkennen, nette Choreographien, von denen ich mir aber gewünscht hätte, dass sie stringender durchgezogen werden. Die Sequenz, in der einige Nebendarsteller in Princeton einfahren, war jedenfalls Gänsehaut.
Ansonsten, leider: Gute Grundidee versaut. Sowas tut immer noch mehr weh, als Filme, die schon vom Ansatz her idiotisch sind. Da erwartet man dann gar nichts mehr, kann aber auch nicht so enttäuscht werden.
Dafür habe ich endlich den X-Files-Trailer auf großer Leinwand gesehen. Da hat sich der Eintritt dann schon fast wieder gelohnt (naja, aber nur fast).
[Disclaimer: Ich fand "The Sixth Sense" unglaublich langweilig bis nervig - Haley Joel Osmond, the Kinderstar from hell, ist fast so schlimm wie "Newt" - habe "Unbreakable" eine halbe Stunde ausgehalten, bevor es mir zu blöd wurde, fand "Signs" mehr als lächerlich, mochte aber "The Village".]
GET WELL SOON
Rest Now, Weary Head, You Will Get Well Soon
THE LAST SHADOW PUPPETS
The Age of the Understatement
MGMT
Oracular Spectacular
BLOC PARTY
Intimacy