da nimmt man sich seit jahren vor, zivilcourage zu zeigen, bemüht sich darum, ach so pc zu sein – aber was macht man dann nachts, als frau, allein gegenüber drei angetrunkenen, gewaltbereiten rechten hooligans? außer sämtliche anarchistische ideale zu verraten und nach der staatsgewalt zu rufen? also, ganz ehrlich jetzt – wie verhalten, wenn man grade einfach zu viel arbeit hat, um die nächsten tage im krankenhaus zu verbringen?
ich hab jedenfalls keinen bock mehr, dass jemand vor meiner haustür rechte parolen brüllt und türen zerdeppert. was schlaueres oder kreativeres als eine anzeige ist mir da wirklich nicht eingefallen.
es kommt bei projekten zur digitalen beteiligung weniger darauf an, wie ansprechend sie aussehen, wie viele features sie haben oder was sie genau versprechen – sie müssen in erster linie ein bedürfnis erfüllen, dass vorher noch auf keine weise besser erfüllt werden konnte, in eine kommunikative lücke stoßen und diese so gut wie möglich füllen. wo kein diskussionsbedarf besteht oder nur ein künstlich herbeigeredeter, da wird außerhalb einer experten-community auch nie eine diskussion entstehen, weder online noch offline.
genauere analyse folgt irgendwann später,
nach dem abschluss von - so vielem, eigentlich.
der höchste christliche feiertag, der papst predigt mal wieder den weltfrieden, während sich christen und moslems an der einen ecke und an der anderen juden und moslems gegenseitig in die luft jagen, china gegen buddhistische mönche vorgeht oder vielleicht auch umgekehrt, man zelebriert die angebliche „auferstehung“ irgendeines typen, bleibt nach wie vor jeden beweis schuldig und in der westlichen wohlstandsgesellschaft frisst man ach so fröhlich bemalte, von legebatterien-hennen ausgequetschte eier, aus denen, wäre dies eine bessere welt, kleine flauschige küken hätten werden können.
wenn man nichts zu tun hat, macht man quatsch mit twitter.
während etwa 80 prozent der mitläufer, denen ich followe, sich dem goldteam angeschlossen haben (materialisten! alles materialisten!), gab´s für mich natürlich nur eine wahl: das PussyPinkTeam (PPT).
Go Pink!
Ich schrieb weiter unten mal, dass mich viele Feministen / Feministinnen aufregen würden. „Viele“ war wahrscheinlich zu hoch gegriffen.
Um es mal ganz platt auszudrücken: Ich will mir weder von Eva Herman sagen lassen, was ich zu tun und zu lassen habe, noch von Alice Schwarzer and Friends. Aber Alice Schwarzer and Friends haben wesentlich mehr dazu beigetragen, dass ich heute als Frau meine Entscheidungen selbst treffen kann.
GET WELL SOON
Rest Now, Weary Head, You Will Get Well Soon
THE LAST SHADOW PUPPETS
The Age of the Understatement
MGMT
Oracular Spectacular
BLOC PARTY
Intimacy