Beiträge vom Dezember 2007
Ereignisreich und – von den letzten 10 Tagen des Jahres abgesehen, aber die sind nicht repräsentativ – eines der besten Jahre seit langem. Eigentlich dürft ich gar nicht jammern, so viel ist passiert und ausnahmsweise ist für alle Beteiligten was Gutes hinten raus gekommen.
Ich mein, ich hab mein Studium beendet, der Kleinstadt den Rücken gekehrt, um in Berlin anzukommen, hatte noch vor den letzten Prüfungen einen Job, nein, nicht nur einen Job, ein Volontariat, das, was alle wollen (und nicht nur ich frage mich wahrscheinlich immer noch, warum gerade ich auf dem Platz sitze. Ist mir egal, ich sitz da, und bis September geh ich da nicht weg. Basta!) Hab ein regelmäßiges Einkommen, ein recht nettes Dach über den Kopf und eine neue Heizung.
Kernfamilie ist umgezogen, Haus verkauft, Geldsorgen erledigt. Ein Geschwisterlein macht bald Abi, ein anderes hat einen Ausbildungsplatz sicher.
Niemand, den ich persönlich kenne, ist dieses Jahr gestorben. Niemand, den ich persönlich kenne, lag dieses Jahr im Krankenhaus. Allen geht es, den Umständen entsprechend, gut.
Das ist mehr Positives, als ich über die letzten, na, 5 Jahre sagen kann.
Das Negativste dieses Jahr ist vielleicht die politische Einstellung meines Nachbarn. Das (privat) Ärgerlichstes seine Einstellung zur Zimmerlautstärke. Und die Heizung, die war ärgerlich, aber die ist ja repariert.
Das alles ist viel mehr, als ich zu Beginn des Jahres zu hoffen gewagt hatte, damals, noch die Nachwirkungen von 2006 verspürend, noch den Berg der Magisterarbeit halb vor mir, kein Gipfel abzusehen. War noch wenig hoffnungsvoll zu dieser Zeit, bevor plötzlich alles so schnell ging und sich um Ostern herum alles auf einmal entschied, sich Leben veränderten.
Wie´s weitergeht, hängt – mal wieder – nur von mir ab.
Und nu´genug Trübsal geblasen, heut Abend wird gefeiert.
Guten Rutsch Euch da draußen!
Kategorien: so confused, when you´re lost in the groove
Eigentlich nicht vorhanden, die Vorweihnachtszeit ignoriert, zuviel Arbeit vorgetäuscht und froh drum gewesen, dass da immer etwas anderes war als Weihnachtsmarkt und Glühwein, als Wohnung dekorieren und Kerzen anzünden. Baum schmücken, Krippe aufstellen, Weihnachtskonzerte, Weihnachtsessen, die unvermeidliche Bescherung, den Toaster, den ich nicht brauche, den Wasserkocher, der nicht mehr in meinen Koffer passte, im Zustand mal mehr, mal weniger milder Genervtheit über mich ergehen lassen. Hab ein Zuhause vermisst, das war alles nur ein Surrogat, selbe Menschen, andere Umgebung, dazu kein Schnee, natürlich nicht, außer das Bisschen bei meiner Ankunft. Zu warm, frühlingshafte sieben bis zehn Grad. Wollte da sein, wollte gleichzeitig wieder weg, keine Geschichten von früher hören, nicht so tun müssen, als wäre nichts gewesen, niemanden an meinem Rechner rumfummeln lassen (der ist zickig, schließlich ist das meiner, das Frauchen färbt ab aufs Getier), nicht in die heimatlich-träge Kleinkindstarre verfallen, sich das Essen auftischen und wieder abräumen lassen, die Klamotten waschen lassen, sich die Handtücher rauslegen lassen, fehlt nur noch, dass mir jemand den Hintern abwischen will. Fluchtgedanken, dann die komplette Rückfahrt duchgeheult, trotz „Pirates III“ im mobilen Laufwerk, trotz „Der Schwarm“ zum Selberlesen, meine Mitreisenden hielten mich bestimmt für komplett bescheuert.
Ich hasse diese Zeit, ich will kein Silvester, wieder ein Jahr näher am Tod, na danke schön, das soll ich feiern?
Jedes Jahr derselbe Scheiß: Aus dem Alltag rausgerissen, an die eigene Sterblichkeit – und die der anderen – erinnert, Panikattacken nicht mehr verdrängen können und jetzt das heulende Elend. Und es wird jedes Jahr schlimmer.
Nächstes Jahr fahr ich richtig in den Urlaub, dahin, wo Schnee liegt und wenige Menschen sind (wenn ich denn das Geld haben sollte für solche Späße).
Kategorien: empire of dirt
und wünsche eine frohe Weihnacht – oder was auch immer ihr da draußen feiert.
und, äh, katzencontent zum fest:

Kategorien: so confused, when you´re lost in the groove
macht euern scheiß zu weihnachten gefälligst alleine!
lasst mich in ruhe.
(aka: I want protestsongs instead of moderation.
wie lange kann man gegen seine ideale agieren? mein leben – ein versuchsaufbau.)
Kategorien: jammern auf hohem niveau
yeah, nur noch unegfähr sechs monate…
… dann ist The Dark Knight wenigstens in den USA im Kino. >> Trailer >>
(Batman ist wieder unglaublich interessant geworden, seit Christian Bale da mitspielt.)
Kategorien: Die Popcornmaschine
Das wurde ja auch langsam mal Zeit: Blackmail bringen am 28. März 2008 ein neues Album heraus. Betitelt ist das Werk Tempo Tempo, Tracklist und die erste Single „False Medication“ zum Gratis-Download gibt es auf der Blackmail-Website.
Eine Tour ist für 2008 ebenfalls angesagt, am 3. Mai sind die Jungs in Berlin zu Gast. Das sind doch mal gute Nachrichten zum dritten Advent.
via popnutten
Kategorien: Die Popcornmaschine · pink, glitzernd und mit sternchen
There won´t be such thing as coming home for christmas this year. simply ´cause there is no thing to call home anymore.
reality is just a concept, made up by perception. my perception is shifting, therefore my concept of reality gets more and more permeable.
i catched a glimpse of myself in the mirror, standing there, my hairs still flurry after a careful but futile attempt to straighten the curls, in tight blue jeans, trying to get myself into small talk. All my mind was consumed in acting, well, normal i guess, to fit in, while my appearence, at least to my own eyes, got blurred, as if the atoms forming my body were less strongly bound than those of the others around, who were seemingly still solid as rocks. the tiny things composing my very being were drifting apart, leaving space for the cold winter air to stream through. i was moving very carefully, terrified to touch anything in fear of seeing my lucid hands just glide through chairs or bottles.
reality´s shifting, with myself not acting like me, but becoming a remote-controlled ghost, my mind on stand-by, just waiting for someone – anyone – to turn the switches.
(no drugs concerned with this, not even alcohol)
Kategorien: so confused, when you´re lost in the groove
…oder doch zumindest eine ideale Spielwiese für die Bad Guys in Hollwood-Filmen.
Nächster Streicht: Untraceable.
Ich find ja schon den Trailer langweilig und unglaublich vorhersagbar. Na ja, Geschmackssache eben. Angucken werd ich ihn mir wahrscheinlich eh, wenn auch nicht im Kino.
Kategorien: Die Popcornmaschine