More Sexappeal in Politics

Beiträge vom November 2007

Free Magenta

November 30, 2007 · Kommentar schreiben

Kategorien: Die Wuthöhle

make me real

November 29, 2007 · Kommentar schreiben

bla, bla, blablabla, bla,

BLA

doof irgendwie, sowas auf ein weblog zu schreiben, aber irgendwie nervt mich das internet grade. ja, es ist ein spaßiger zeitvertreib, ja, es ist nützlich, ja, erleichtert das leben, vielleicht sogar die politische kommunikation, vielleicht kann es da sogar revolutionierend oder doch zumindest reformend wirken, ja ja ja, und nein, ich will nicht darauf verzichten.

aber ich will wieder ins echte leben. über echte menschen schreiben, wenn es denn schon schreiben sein muss (das muss es wohl) über echte leben, echte geschichten, echte probleme. greifbares.

ich suche die ganze zeit nach der relevanz in dem ganzen datenwirrwarr, ich meine RELEVANZ, und ich finde sie einfach nicht. was für eine relevanz hat denn bitte irgendein verkacktes neues internetprojekt gegenüber dem irakkrieg, gegenüber dem nahost-konflikt? was für eine relevanz haben online-petitionen, wenn im echten leben menschen sterben?

ich würd ja zugerne glauben, dass gutgemeinte und vielleicht sogar gut gemachte projekte wie unsubscribe me, was auf jeden fall unterstützenswert ist, tatsächlich etwas bewegen, dass alle, die sich dort von menschenrechtsverletzungen distanzieren auch aufstehen und was tun. ich würd zugerne glauben, dass online-diskussionen politisches bewusstsein stärken und demokratisierend wirken, dass politische social networks gerade jungen menschen zeigen, dass politik kein langweiliger käse ist, den die anderen machen und man selbst nur ausbaden kann. manchmal glaube ich das alles sogar.

aber dann… demokratisierend? es gibt doch so viele möglichkeiten in einer demokratie, offline, wer kennt sie, wer nutzt sie? bewirkt ein mehr an möglichkeiten auch gleich ein mehr an teilhabe? abgesehen davon, dass die meisten aplikationen bekanntes nur ins web übertragen, nicht genuin neu sind, sondern bekanntes digitalisieren, orts- und zeitunabhängig zu verfügung stellen und so vereinfachen. aber nicht neu erfinden. und – alibiprojekte sind nur zu leicht gelauncht, hier leute, wir stellen euch hier doch was hin, ihr müsst es nur nutzen, wenn am ende alles verpufft, was solls, hättet ihr halt intelligentere forderungen stellen müssen. und für die nutzer beruhigt es das gewissen, ich hab ja was gemacht, ich hab da mal was unterschrieben, im world wide web, hab da mal ein kreuzchen gemacht, ein banner gesetzt, ich hab meinen teil getan.

das wollte ich alles gar nicht schreiben.
mir gings darum, dass das echte leben da draußen auf der straße stattfindet und ich langsam das gefühl habe, dass ich und die kleine enge welt um mich herum in sphären abgleitet, die mit der lebensrealität der meisten menschen rein gar nichts mehr zu tun haben. darum, dass mir in all der virtualität etwas zum anfassen fehlt und ich deswegen fast froh bin, wenn ich einen abfluss reparieren kann, weil da ursache und wirkung, problem und lösung so unglaublich nah beeinander liegen und ich dafür meinen körper einsetzte, these, my own two hands. und darum, dass ich endlich wieder dinge tun muss, deren auswirkungen ich spüre, die einen effekt haben, und wenn es nur ein winziger ist.

damit das hier nicht nur in sinnlosem gejammer versinkt, ein bisschen was positives: ich sehe, wie sich ganz reale menschen, people next door, netzerfahren wie auch vollkommen unbeleckt, enthusiastisch in virtuelle diskussionen stürzen, aus dem antrieb und mit dem echten gefühl, etwas bewegen zu können. ich sehe, es gibt menschen, die tatsächlich etwas verändern wollen – und glauben, dass sie es können. das zumindest ist mehr, als ich in fast drei jahren hochschulpolitik von einer großen mehrheit mitbekommen habe. es sind nicht alles schafe, wahrscheinlich sind die wenigsten schafe, wenn man sie auf möglichkeiten stößt.

und ich mach mich auf die suche nach dem echten leben und seinen möglichkeiten.

(disclaimer: vorratsdatenspeicherung, bundestrojaner und alle aktionen dagegen sind vom obigen posting ausgenommen. das ist eine vollkommen andere leidige diskussion, und die ganze misere wird ganz reale, spürbare auswirkungen für jeden einzelnen haben.


und das war jetzt auch erst mal das letzte jammerposting, jammern hilft nix, jetzt heißt es arsch hoch und mitgemacht.)

Kategorien: Das Hamsterrad · jammern auf hohem niveau

Wednesday

November 27, 2007 · Kommentar schreiben

nein, ich hab mich nicht beim tag vertan.

oh, wie schön ist das denn bitte? und was für ein unglaublich mediatives video. ganz großes tennis, aber ganz großes.

Slut – Wednesday

Hinweis via popkulturjunkie-twitter

Kategorien: Die Popcornmaschine · pink, glitzernd und mit sternchen

11/25, der 26.

November 25, 2007 · Kommentar schreiben

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket nein, ich fühle mich immer noch nicht erwachsener.

und eigentlich, matthemathics are confusing my head,
ist es auch schon der 27. 25. november, oder?

Kategorien: so confused, when you´re lost in the groove

me myself and i

November 23, 2007 · Kommentar schreiben

ich hatte keine schwierigkeiten, einen titel für dieses blog zu finden, auch wenn er den meisten menschen schwierigkeiten bereiten mag, da er einfach viel zu lang und nicht zu merken ist.

ich habe probleme damit, mich für ein pseudonym zu entscheiden.

split_personality_by_xkyarix.jpg
Split Personality by ~xKyarix on deviantART

es gibt mittlerweile nur zwei alteingeübte webnamen, die ich noch mag, die ich noch irgendwie mit mir verbinde: juniper und cinders (eigentlich ist beides ein name, family and christian name, geklaut aus einem buch, woher der autor es geklaut hat, wer weiß es?) .

zumindest dachte ich bis vor kurzem, dass ich mich in beiden noch erkennen könnte.
doch juniper (keine verbindung mit dem konzern, btw) fühlt sich falsch an. als twittername, mit den initialien davor, geht es, doch für dies blog hier, für das persönlichere, längere, weniger spielerische, fühlt es sich nicht richtig an.

cinders andererseits ist vorbelastet. das letzte mal, als ich diesen namen benutzte, war ich badass, war schon längst zum abgrund geworden. es ist wieder winter, ich will nicht mehr an diesen punkt zurück; dennoch passe ich in diesen namen, hat cinders doch die rolle des lieben kleinen mädchens längst abgeleg, jeden nettigkeitsanspruch in meinem selbstbild verspielt – und hinter diesem namen liegt keine distanz mehr zu meinem selbst.

hinter juniper kann ich mich verstecken.
als cinders hab ich das nicht nötig.

(oder doch andersherum?
vielleicht bin ich klein und nett und harmlos?)

hängt die identität so sehr am namen?
anyway, ich sollte mich für eindeutigkeit entscheiden, bevor ich unter 103 namen kommentiere…

und einfach unter initialien weiterbloggen? langweilig, anonym, außerdem wenig individuell, diese initialien haben einfach zu viele. ich könnte auch mein bruder sein (danke, mama, an dieser stelle…).

also, ein letzter wechsel, in die rolle, die ich schon längst gefunden hatte.
always keep your head up high, ´cause it´s a long, long, long way down.

namen sind nur schall und rauch.

imnotcrazyavatar.jpg
äh, das muss man nicht verstehen. keine schizophrenie,
keine postpupärtere identitätsfindung, der vielleicht
doch ein bisschen, ich will lediglich mit meinem pseudonym
eins sein, kein log-alter-ego, sondern nur ego.

Kategorien: so confused, when you´re lost in the groove

Gotteswahn – Kultur ohne Gott

November 23, 2007 · Kommentar schreiben

Meinungsbestätigungsliteratur – heute: Richrad Dawkins, Gotteswahn (The God Delusion)

ich erwähnte ja, dass ich es vor kurzem tatsächlich geschafft habe, mal wieder ein sachbuch zu lesen. hat auch nur etwa vier wochen gedauert…
während der lektüre kamen mir einige fragen in den sinn – die aber vom guten Dawkins im verlauf der weiteren lektüre ziemlich schlüssig beantwortet wurden. sah es also nach den ersten 100 seiten noch so aus, als würde mein eintrag zu diesem werk ein ellenlanger sermon werden, soll es jetzt hier nur um zwei kurze sachen gehen.

1. religion und kultur
oder noch besser: religion und die schönen künste
Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

ein einfluss des glaubens auf die künstlerischen machenschaften des menschen, von den höhlenmalereien der ersten tiergottheiten-verehrer über die schönen knabenstatuetten der griechisch-römisch-polytheistischen antike, den späteren tiergottheiten-versionen in ägypten und indo-asien, die mittelalterliche heiligen-ikonographie bis zur heutigen, nur halb-ironischen jesus-action-figur, ist so unübersehbar, dass ich mir unweigerlich die frage stellte, wie sich eine kultur ohne glauben, ohne mysthizismus entwickelt hätte. an den genannten beispielen sieht man schon, dass es mir nicht um eine bestimmte religion geht; ich suche eine alternativversion der menschlichen kunst- und kulturentwicklung, wenn diese allein auf völlig rational-wissenschaftlichen gedankengängen, auf empirie beruht hätte.

wahrscheinlich auch, dass die tatsächliche kunst- und kulturgeschichte schon auf empirie, zumindest auf beobachtung beruhte, ohne allerdings die möglichkeit, wissenschaftlich validierte schüsse daraus zu ziehen. wenn es so aussieht, als würde eine gelbe scheibe über den himmel wandern und nachts verschwinden, welch monster auch immer daran schuld sein mag – warum was anderes glauben? wenn man singt und es beginnt zu regnen – warum nicht den gesang für den regen verantworlich machen? das entbiehrt nicht einer gewissen logik.

aber einmal angenommen, der menschheit wären ratio und wissenschaft von ihren evolutionären anfängen an näher gewesen als mysthizismus: wie hätten ihre ersten bildnisse ausgesehen? was hätten sie besungen?

mir fielen zwei theorien ein: vielleicht hätte sie überhaupt nicht begonnen, dinge abzubilden, weder bildlich noch stimmlich. darauf kann man kommen, wenn man den ideen einiger forscher folgt, die in höhlenmalereien beschwörungen entweder der toten tiere (ihrer seele?) oder der noch zu erlegenden beute sehen. (keine ahnung, wieviel wahrheit in diesen ideen steckt, ich kenne wenige höhlenmenschen, und diese wenigen malen nicht. singen auch nur nach reichlichem alkoholkonsum.)

erfolgen wir diesen gedankenpfad einmal weiter. keine religiös motivierte kunst, da keine religion, führt zu keiner kunst at all. dafür besteht keine notwendigkeit mehr, verehrung muss sich nicht mehr in bildern ausdrücken, da dort nichts mehr ist, was man verehren könnte.
keine verehrung, keine höhlenmalereien, keine antiken statuen, keine pyramiden für lager-than-life-gottkönige, keine mittelalterlichen ikonen und gemälde, keine kirchen, keine kaaba, kein mailänder dom, kein kölner dom, keine marmornen marien, keine jesus-action-figur. keine beschwörungsgesänge, keine regentänze, kein wagner, keine kirchenorgel, kein personal jesus. kein totenbuch der ägypter oder welcher kultur auch immer, keine hyroglyphen, kein koran, keine bibel, kein luther, kein „hier stehe ich und kann nicht anders“, kein „jeder nur ein kreuz“, kein „im namen der rose“.

schnitt.

ist das realistisch? ist die sehnsucht des menschen nach abbildung der wahrgenommenen wirklichkeit nicht noch größer als die sehnsucht nach regligion?
in meiner zweiten version gibt es daher höhlenmalereien, nicht anders als die tatsächliche bestehenden. dazu gäbe es realistische darstellungen der übrigen natur, naturalistische darstellung von fauna und flora, übergehend in impressionistische eindrücke, expressionistische spielereichen, abstraktionen, alles jahrhunderte vorweggenommen. und abbildungen des menschlichen wesens selbst, seines phänotyps, seines innersten im wortsinne, seines genotyps vielleicht, entdeckt im jahre 0. statt pyramiden erschaffen die ägypter riesige, maßstabsgetreue modelle der atome, bauen des kosmos nach und besingen quarks. statt marienstatuen aus marmor bauen die menschen speicherchips aus sillizium, im 7 jh. p dna. in den museen stehen statt göttlicher knaben antike supercomputer, 4 jahre bis zur antwort 42, hängen statt ikonen periodensysteme, statt eines schwarzen quadrats die formel zur schaffung künstlicher schwerkraft. im jahre 2001 p dna eröffnen wir eine kolonie auf jupiter, urbar gemacht in jahrzehntelanger arbeit intelligenter maschinen.

stop.

alles leben beruht auf wahrscheinlichkeit, was ist also wahrscheinlicher?

2. ist religion nicht privatsache? muss nicht jeder tolerante mensch andere glauben lassen, was sie wollen?
dawkins beantwortet die frage bereits mit einem klaren Nein, ich als mensch mit einem wahnhaften zwang zur political correctness tue mich damit nicht ganz so leicht. zur klarstellung: ich rede nicht von kindern, die nicht entscheiden können, was sie glauben wollen, da sie noch keinen begriff davon haben, was glaube ist. ich rede von erwachsenen menschen, den normal-harmlos gläubigen, die vor dem essen oder nach mekka beten oder auch nicht, die in ihrer religion eine aufforderung zum frieden und zur nächstenliebe sehen, die also keiner fliege was zuleide tun. kann man diese menschen nicht einfach 200 jahre aufklärung und etwa 170 jahre evoltionstheorie verpennen lassen? besonders, da dies in biblischen oder anderen religiösen maßstäben gemessen zugegeben recht kurze zeiträume sind? ist das nicht einfach egal?

ich hab keine antwort.

und ja, für MEINE VERHÄLTNISSE ist dieser text kurz, dude.

Kategorien: so confused, when you´re lost in the groove

twitter-photography

November 22, 2007 · 2 Kommentare

wow, es gibt menschen, die ausschließlich mädels mit stylisch angeschnittenen und farbverfremdeten fotos adden.
ich such mir meine buddies ab jetzt auch nur nach den profil-bildern aus. bei studi-vz läuft das ja schließlich auch.

mirror_mirror.jpg
mirror mirror by ~DarkBride on deviantART


da fällt mir unsere foto-session morgen ein. ich könnte drauf verzichten, mein gesicht überall auf einer website zu sehen. ich glaube auch kaum, dass jemand das wirklich sehen will. und außerdem mag ich mein jetzigen bild. andererseits hat der fotograf ein extrem gutes portfolio – und ein richtig professionelles profilbild kann für die nächste bewerbung nur helfen. muss ich also morgen eine stunde früher aus den federn. pimp my face. mir einen ausgeschlafenen gesichtsausdruck aufmalen, augenringe weißen, kontaktlinsen suchen und meinen lippen einreden, dass sie viel voller sind als sie alltags aussehen. und nicht zu vergessen: versuchen, dieses unmögliche gewächs auf meinem kopf in eine frisur zu verwandeln.

Kategorien: so confused, when you´re lost in the groove

November 20, 2007 · Kommentar schreiben

Die Informationsmanagerin in mir befindet sich grade in einer Krise und hat beschlossen, nach Bali auszuwandern. Bis dieser Teil meiner Persönlichkeit sich eines Besseren besinnt, liegt meine interne Kommunikationsfähigkeit buchstäblich auf Eis. Ich geh jetzt Frust-Treppensteigen.

Asshole.

EDIT: Immer noch wütend. Dafür 400 kcal verbrannt. Und dies Blog fällt mal wieder meinem Bearbeitungswahn zum Opfer. life in constant beta…

Kategorien: jammern auf hohem niveau

Mach´s Licht aus

November 19, 2007 · Kommentar schreiben

black.png *

Am 8. Dezember geht ab 20 Uhr in ganz Deutschland das licht aus. In ganz Deutschland? Nein, in Unterföhring brennt noch ein Lichtlein, denn ProSieben will darüber berichten, wie (fast) ganz Deutschland das Licht ausschaltet.

Am 9. Dezember zeigt RTl dann, wie Birgit Schrowange im Studio alle Studioscheinwerfer mit Energiesparlampen bestückt…

Ich will nen Blackscreen am 8.12, aber auch allen Kanälen!

*Licht aus! Für unser Klima. eine Aktion von Bild,
BUND, ProSieben eben, Greenpeace, WWF, und Google.

via medienrauschen


Kategorien: so confused, when you´re lost in the groove

Links`n`zeugs

November 17, 2007 · Kommentar schreiben

Endlich Richard Dawkins Gotteswahn ausgelesen, endlich muss Stefan Aust beim Spiegel gehen (na ja, erst 2008, aber Vorfreude ist die schönste Freude)… aber für ein vernünftiges Postings sitzen meine Nebenhölen noch zu sehr zu, daher heut nur Links:

Oliver Gehrs über Stefans Aust: taz.de

Thomas Knüwer über die Best of the Blogs-Verleihung der Deutschen Welle

Volker bei Pachulke über Positive Blogging

und ein bisschen Katzencontent.

Kategorien: Die Wuthöhle