„heulen kann manchmal ganz befreiend sein, aber ich lache auch total gerne.“
jahaa, solche sinnsalbungsvollen sprüche sondert die voll krass emotionale jugend von heute ab, wenns nach dem empfindlichkeitsmagazin nummer eins, der BRAVO, geht. Bei Silent Tiffy dazu grade eine foto-love-story gefunden. stilecht mit karos, rosa totenköpfen, janz viel bunten haaren und so. links gibts da, ich bin jetzt zu faul. außerdem hab ich bauchschmerzen vom lachen. that made my day.
komisch, mir kommt diese randgruppe gar nicht so randgruppig vor. liegt wahrscheinlich daran, dass seit monaten auch bei h&m strickjacken mit totenköpfen und sternchen und streifen und karos sowieso rumhängen. traut man sich mit seinen emily the strange klamotten gar nicht mehr aus dem haus, unwissende könnten da ja was verwechseln. jedenfalls sehen die chicas, die mir morgens und abends auf dem weg zur und von der arbeit die straße versperren, zum großen teil nicht anders aus. aber das´s ja auch mitte, vielleicht liegts daran.
(sollte ich an dieser stelle zugeben, dass teichtier im freizeitdress ebenfalls schwarzweiß kariertgestreift, gesterndelt, aufgepinkt und mit viel kajal umrandet ist – wenn auch wesentlich, na, sagen wir mal, raumgreifender als ein handelsübliches emo-chick? auch noch mit weit über 18? sollte ich das? ach, nö)
Kategorien: Die Wuthöhle · pink, glitzernd und mit sternchen
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Neues Lieblingswort: Bierbetreuer (oder Bierbetreuerin).
Gefunden im neuen Roman von Thomas Glavinic (Das bin doch ich! – ganz gutes Buch, sehr witzig) . Gemeint sind die Leute, die in Zügen Kaltgetränke und Snacks auf klirrenden Wägelchen durch viel zu enge Gänge schieben. Keine Ahnung, ob die in Österreich wirklich so heißen. teichtiers ausschließlich in Bildern denkendes Gehirn musste sich jedenfalls gleich ein betreutes Bier vorstellen: Umgeben von mit Palmwedeln wedelnden Menschen, bei lustigen Spielchen in einem Bällchenbad, wie man´s aus IKEAS Kinderparadies kennt. Lustiges Leben, so als Bier.
Kategorien: Schöne Worte
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Warum gibt es eigentlich in jedem Seminar, in jedem Workshop, bei jeder Diskussion mit mehr als zwei Leuten eine passionierte Meckerziege, die alles und jeden sinnlos findet, stur gradeaus rennen will, ohne mal vlt. ganz lehrreiche Umwege und Ausweitungen des eigentlichen Themas in kauf zu nehmen, die alles, was sie nicht schon kennt, überhaupt nicht interessiert? Ich meine, warum geht man in ein Seminar, wenn man gar nichts neues lernen will?
Und wie kann man sich in ein Seminar zu Online-Journalismus und Veröffentlichen im Internet setzen – und dann nur lernen wollen, wie man denn eine Pressemitteilung besser formuliert? Glauben PR-Menschen wirklich, Journalisten würden Pressemitteilungen nicht nur lesen, sondern auch noch möglichst wortwörtlich übernehmen, nur weil sie schöner formuliert sind? Wer hat ihnen denn das beigebracht?? (Gut, die letzte Frage kann ich mir selbst beantworten, das waren Veranstalter von Seminaren zu Online-Journalismus und -PR. Keine Ahnung, wie man das beides überhaupt in eine Veranstaltung zusammenpacken kann).
Klar, oft muss ich auch auf Pressemitteilungen zurückgreifen – von so unseriösen Kleinorganisationen wir der EU zum Beispiel. Und klar ist es hilfreich, wenn dann die Informationen am Anfang stehen, damit man nicht das ganze Gesummsel lesen muss und sich evtl. ein wenig wertvolle Zeit für andere Dinge spart. Ob ich eine PM überhaupt lese, entscheide ich allerdings schon anhand der Überschrift. Keine Keywords (eSonstwasse, EU, kryptisches wie IKT oder WSIS oder Spaltungen und Klüfte, vorzugsweise digitale), keine keywords, ab in den Papierkorb. Time is money.
Kategorien: Das Hamsterrad · Die Wuthöhle
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(vielleicht mit Ausnahme der taz?)
Das löst kein Kommunikationsproblem,
aber das erklärt es.
Kategorien: Das Hamsterrad