

















→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Die Dunkelkammer · pink, glitzernd und mit sternchen
…ich bin zur Zeit nur ganz zufrieden mit meinem Leben, da fehlt mir die Motivation, hier rumzunörgeln.
(Im Hintergrund droht nur meine erste Einkommenssteuererklärung, aber ich kann Dinge ja sehr gut bis zur letzten Minute ausblenden. Wahrscheinlich sitz ich ab dem 29. Mai völlig panisch nonstop dran).
Ich war auch dieses Jahr nicht auf der re:publica. Zum einen musste ich ein bisschen arbeiten (kein wirkliches Hindernis), zum anderen sitzt mir gerade ein frisch kastriertes Kätzchen auf dem Schoß. Prioritätenverschiebung. Ich finde Kätzchen grad netter (wichtiger?) als Diskussion übers Internet. Sogar als Diskussion über Katzencontent.
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Ganz interessant diese unterschiedlichen Interpretationen der weiblichen Hauptperson Bella aus “Twilight”: Einmal bei Anke Gröner, einmal bei Telepolis (der Vollständigkeit halber: die von der Telepolis-Autorin vertretene Meinung habe ich auch schon auf diversen anderen Blogs, bes. feministischen Blogs, gelesen).
Ich kann das nicht beurteilen, kenne weder Film noch Buch. Dafür einige 18jährige Mädels (nicht: 13jährige), welche die Buchreihe lieben, aber kein sonderlich unemanzipatorisches Verhalten an den Tag legen – soweit ich das sagen kann.
Naja, ich fand´auch immer ein wenig übertrieben, “Buffy” zur feministischen Ikone hochzustilisieren (die erwähnten 18jährigen gucken übrigens auch die Wiederholungen von Buffy). Nennt mich naiv, aber ich glaube immer noch, dass Familie, Freunde und sonstiges Umfeld mehr für die Emanzipation eines Menschen verantwortlich sind als ein Buch, ein Film oder eine Fernsehserie.
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…sind übrigens die Leute, die ihre intellektuelle Überlegenheit dadurch beweisen wollen, dass sie keinen Fernseher haben. Diese Menschen sind schlimmer als Arte-Zuschauer.
By the way, ich möchte mal wieder einen Fanclub gründen (den 105, ungefähr). Einen Fanclub für Guilia Siegel. Von den unwesentlichen Tatsachen einmal abgesehen, dass sie als Kind reicher Eltern geboren wurde und dass ich niemals in einem insektenübersäten Dschungel übernachten würde, erst recht nicht im Freien: Selten habe ich mich in einer Fernseh-Person mehr wiedererkannt. (Was dann wohl beweist, dass man nicht mit ´nem goldenen Löffel im Arsch geboren worden sein muss, um eine verzogene Zicke zu sein. Verzogene Zicken sind allerdings über alle Maßen toll!)
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okay, einmal noch
Tyler bleibt unbeeindruckt bis genervt.
Den Karton braucht Donna übrigens, um sich an ihr Futter anzuschleichen. Denn auch seit Wochen (Monaten?) totes Dosenfutter muss erstmal aus dem Hinterhalt Heraus erlegt werden.
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Einmal braucht More Sexappeal in Politics auch Katzencontent.
Hier ist er also: Das ist Tyler.

Tyler

Tyler schläft
Tyler sieht aber nur aus wie eine Katze. In Wirklichkeit verbirgt sich darin ein verkappter Hund, der mir überall hinterherläuft, oder besser gesagt: vor die Füße läuft und der nur schläft, wenn ich ihm vorher ausgiebig die Öhrchen kraule. Das fordert er vehement ein. Ich habe die gesamte letzte Nacht mit Öhrchenkraulen verbracht und damit, dem Kater wenigstens ein kleines Stückchen von meiner Decke abzuringen (und bin dementsprechend müde. Die Katze hat gut geschlafen.) Von wegen schüchterne Katze!
Er scheint eine ganz gerhörige Portion Siam oder Orientale abbekommen zu haben. Zwar hat er Gott sei Dank nicht den Fledermauskopf geerbt, aber die großen schrägen Augen, die Anhänglichkeit und die Gesprächigkeit. Wenn er nicht gerade schläft oder sich die Öhrchen kraulen lässt, maunzt er.
Donna, Katze Nummer zwei, ist leider momentan noch zu scheu, um sich fotografieren zu lassen und sitzt die meiste Zeit unter dem Bett oder in der Couch. Ich wusste gar nicht, wie weit man als kleine Katze in diese Schlafcouch hineinkrauchen kann. Aber Donna schaffte es ja auch, sich in den ersten fünf Minuten in dieser Wohnung in den Spalt zwischen Waschmaschine und Wand zu zwängen. Die Öffnungen der Schlafcouch sind mittlerweile gestopft und hinter der Waschmaschine ist es selbst Donna zu unbequem. Donna jedenfalls muss man vorstellen als Mischung zwischen Eule und Waschbär mit dem Verhalten eines Kaninchens.
Ich hoffe, ihre Scheu legt sich bald. Dass Tyler bereits nach einem Tag glaubt, die Wohnung und alles, was sich darin befindet – einschließlich mir – wäre sein Privatbesitz und er noch keine Götter neben sich duldet – erst recht nicht den Computer – hilft grade nicht wirklich. Aber vielleicht gibt sich das. Schnurren kann Donna immerhin schon. Sie hört sich nur ein bisschen an wie ein kaputter Traktor.
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Für den Fall, dass es irgendjemanden interessiert: Im Zuge eines Professionalisierungsversuchs – und als Übersprungshandlung – habe ich mal ein neues Blog aufgesetzt. An dieser Stelle soll es in Zukunft tatsächlich wieder mehr um Politik, digitales Leben, Gleichstellung und andere relevante Themen gehen, die mir etwas in den Hintergrund gerückt sind.
Den ganzen Popkulturkrams, alle Stöckchen, das allseits beliebte Befindlichkeitsblogging und wahrscheinlich sehr viel Katzencontent gibt es ab ganz bald hier: Offline fuer Einsteiger.
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Na ja, nicht mehr ganz Teenager, aber fast – scheiße, der neue Doctor Who, Matt Smith, ist jünger als ich! Wie soll ich das noch ernstnehmen? Ich fand schon Tennant zu jung…
Well, abwarten.
(Ich wollte ja James Nesbitt.)
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Noch so lange bis “Party” (nein, eine wirkliche Party wird es nicht) – und wenn das hier alle machen, dann will ich auch:
Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen. Zwei Kilo. Müssen also noch sieben runter.
Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Fällt bei meinen Haaren aber eh nicht so auf.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleich geblieben, Gott sei Dank. Bin ja jetzt schon blinder als der letzte Maulwurf.
Mehr ausgegeben oder weniger?
Bis Oktober weniger (was hätte ich aus ausgeben sollen?), danach ganz schön viel. Irgendjemand muss die deutsche Wirtschaft ja ankurbeln.
Der hirnrissigste Plan?
Plan?
Die gefährlichste Unternehmung?
“Ich geh jetzt einfach runter und geig dem dämlichen Nazi die Meinung.” (Don´t try this at home!)
Der beste Sex?
Och joa… irgendwie habe ich es verpasst, das neugewonnene Single-Dasein auszunutzen.
Die teuerste Anschaffung?
Zusammengenommen die ganzen Zugfahrkarten für die 600 km gen Westen und zurück.
Eine Hospitanz in Hamburg.
Das leckerste Essen?
Essen wird so überbewertet.
Das beeindruckenste Buch?
Watchmen.
Gott, ich hab dieses Jahr so wenig gelesen…
Der ergreifendste Film?
“So finster die Nacht”.
Die beste CD?
CD?
Das schönste Konzert?
Ich war dieses Jahr tatsächlich auf keinem einzigen Konzert…
Die meiste Zeit verbracht mit…?
dem vergeblichen Versuch, herauszufinden, was ich hier eigentlich tue.
Die schönste Zeit verbracht mit…?
total erfolgreichem Herumgeschraube und Herumkonfigurieren.
Vorherrschendes Gefühl 2008?
Was zum Henker tue ich hier eigentlich?
2008 zum ersten Mal getan?
Mich selbstständig gemacht. (Hört sich lapidar an. Die Entscheidungsfindung, wenn man es denn überhaupt so bezeichnen kann, die Vorbereitung – auch das ein Euphemismus – und die letztliche Durchführung waren aber so nervenaufreibend, so spannend und so verdammt lehrreich wie wenige andere Dinge in meinem Leben.)
Überlegt, mir einen Steuerberater zuzulegen.
2008 nach langer Zeit wieder getan?
Herumschrauben.
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Nachbar unten, Nachbar oben, dieses Loch auf meinem Konto
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Mich selbst davon, dass ich das schon alles schaffe, was ich da auf mich zurollen lasse.
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Das Herumschrauben und Herumkonfigurieren.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ich mir selbst. Nein, stimmt gar nicht, die finanzielle Grundlage kommt aus meiner Family, die wussten aber nicht, was ich damit vorhabe (und meine Oma kommt mich jetzt wahrscheinlich nie besuchen). Tyler und Donna (noch kein Foto da) ziehen, wenn alles gut geht, aber erst nächste Woche hier ein.
2008 war mit 1 Wort … ?
aufreibend.
Im Ernst, das Jahr war um so vieles interessanter und aufregender als es sich hier gerade anhört. Ich habe das Gefühl, um einiges gewachsen zu sein – wie in eigentlichen allen Jahren, in denen ich regelmäßige Anfälle von Verzweiflung und Selbstzweifeln habe. Nur zählte es diesmal mehr, da es ganz konkret um meine Existenz ging; da kein mehr oder weniger sanftes Kissen aus BaföG irgendwo wartete, da ich auch wenige Menschen um Rat fragen konnte (na gut: wollte), da ich komplett auf meine eigene Leistung angewiesen war.
2009 könnte für meinen Geschmack gerne so weitergehen. Nur vielleicht mit einem etwas geringerem Geräuschpegel aus der Wohnung über mir. Bis auf diesen kleinen Störfaktor bin ich aber an einem Punkt, an dem ich schon sehr lange nicht mehr war: zufrieden.
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Kann mir mal jemand den Sinn dieser Facebook Gruppe erklären, zu der ich heute eingeladen wurde: Ultimate Social Experience?
Der Name klingt arg nach Spam-Mail, der Zweck soll aber ein ganz humaner, sozialer, politisch korrekter sein, wie man ihn sich zu Weihnachten nicht besser wünschen könnte: In einem Entwicklungsland soll eine Schule gebaut werden. Der Bau wird von der Organisation hinter der Facebook-Gruppe aber nur unterstützt, wenn sich 1.21 Mio Facebook-User der Gruppe anschließen. Sonst nicht, dann gibt es Geld für kleinere Unternehmungen. (1.21 Mio User, da nach Informationen der Organisation 121 Mio Menschen/Kindern der Zugang zu Bildungseinrichtungen fehlt.) Die Facebook-Nutzer selbst spenden nicht, das Geld kommt von Life Changing Apparel.
Was ist das denn bitte für ein Marketing-Scheiß? Wenn man ernsthaft daran interessiert ist, die Bildungssituation in Entwicklungsländern zu verbessern, soll man da halt Schulen bauen, ohne diesen merkwürdigen Umweg über Facebook zu gehen (ja, so einfach ist es auch nicht und monetäre Spenden schaden viel mehr als sie nutzen, ich weiß, aber für eine seitenlange Auseinandersetzung mit diesem Thema fehlt mir grade die Zeit). Was wollen die Organisatoren damit erreichen? Einen rein humanitären Zweck verfolgen sie ja anscheinend nicht. Ein Experiment soll es sein, die Aufmerksamkeit der Facebook-Nutzer erregen, vielleicht soll es ihnen das Gefühl geben, etwas bewegen zu können, “to make a difference”.
Dafür reicht aber die simple Mitgliedschaft in einer Facebook Gruppe nicht aus. So einfach funktioniert die Welt nunmal nicht. Ich bin schon davon überzeugt, dass soziales Engagement auch online funktioniert und dass sich damit viele sinnvolle neue Projekte starten und sich alte Formen des politischen wie humanitären Handelns sinnvoll ergänzen lassen (alles andere wäre ja auch verwunderlich, bedenkt man, welchen Job ich habe). Aber der Glaube, einer Facebook-Gruppe beizutreten würde reichen, um sinnvoll und nachhaltig etwas zu verändern, ist mehr als nur naiv.
Man kann sich über das Interent engagieren, über soziale Netzwerke, über Online-Aktionen – das ist oft bequemer und einfacher. Man kann sich auch ohne das Internet engagieren, dann muss man halt seinen Arsch ein bisschen mehr bewegen und ein paar mehr Anstrengungen unternehmen, das ist schwieriger, das ist komplizierter und es kostet viel mehr Zeit.Das Internet ist allerdings nur das Mittel, nicht der Zweck – USE scheint es aber zum Zweck machen zu wollen, zumindest interpretieren ich es so.
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